259 Telefonmessbrücke

f259Telefonmessbrücke

Hersteller: Paul Jordan, Berlin

Hergestellt: za 1885, Zeitwert: 189 Euro

Zustand: Für das Alter sehr gut. Der Summer funktioniert noch problemlos. Weitere Funktionen habe ich nicht geprüft. Nach dem Aufbau zu urteilen, stammt es aus den ersten Jahren der Telefontechnik. Praktisch aus der Zeit in der es nur eine Ortsbatterie für die Stromversorgung und einen Kurbelinduktor für den Anruf gab. Die Brückentechnologie des Gerätes und das Betreiben mit Wechselstrom zeigt, dass die Zuleitungen mit längeren eindrätigen Leitungen  und Rückleitung über Erde betrieben wurde. Das Montagebrett für die Bedienelemente u. die Spulen sind aus Holz. Die Drähte haben eine einfache Stoffisolierung. Damit wurde dieses Gerät lange vor der „Bakelitzeit“ hergestellt.

258 Widerstandsmessbrücke

f258Widerstandsmessbrücke

Hersteller: vermutlich Exelsiorwerke Leipzig

Hergestellt: za 1928,  Zeitwert: 85 Euro

Zustand: Dem Alter entsprechend hervorragend und noch funktionsfähige Wechselspannungsmessbrücke. Sehr sauberer Aufbau, dekorativ und ansprechend. Vier Messbereiche sind wählbar. Ein Hörer, der als Indikator dient, befindet sich im  Metallbehältnis oben. Das Gerät wurde mit einem 4,5 V Accu betrieben. Der  zur Erzeugung der Wechselspannung (keine Sinusform) dienende Summer wurde aufgearbeitet.

 

257 Universalmessbrücke Inkavi

f257Inkavi

Hersteller: Hartmann & Braun

Hergestellt: za 1935, Zeitwert: 52 Euro

Zustand: Bestzustand und betriebsbereit

Die größte Störungsquelle ist der im  Bereich hinten liegende und von außen einstellbare mechanische Summer, der als Selbstunterbrecher die Messfrequenz erzeugt. Das Gerät ist zum Messen von Kapazitäten 0,1nF – 100µF und Induktivitäten von 0,01mH – 10H ausgelegt. Die Messspannung von 4,5V ist als Accu, aber auch von Außen, zuführbar. Als Indikator dient ein Kopfhörer, der bekanntlich das Messergebnis im Schwebungsnullpunkt (Abgleich) anzeigt.

256 Erdungsmessbrücke nach Kohlrausch

f256Erdungsmessbrücke

Hersteller: Paul Jordan Berlin

Hergestellt: za 1910, Zeitwert: 84 Euro

Zustand: Gut bis Sehr gut u. noch funktionsbereit. Die Schwachstelle dieser Geräte ist der Summer. Mit diesen Geräten wurden Blitzschutzerder und Telefonerder nach dem Wechselspannungsbrückenprinzip nach Kohlrausch ausgemessen. Der Widerstandsschalter auf dem geringen Wert wurde für die Direktleitung  zum Erder u. der Widerstandsschalter auf dem hohen Wert für die Leitung über Erde benutzt. Selbst 1964 gab es noch OB Telefonleitungen die als Rückleitung die Erde benutzten.

255 Pegelgenerator GF20

f255Pegelgenerator GF 20

Hersteller: Clamann & Grahnert Dresden

Hergestellt: 1965,  Zeitwert: 64 Euro

Zustand: Sehr gut und noch funktionsbereit

Von diesen Geräten kenne ich zwei verschiedene Ausführungen: 1. Pegelwerte einsteckbar 2. Pegelwerte schaltbar.

Hier handelt es sich um einen Frequenzgenerator für Service und Laborzwecke. Grundlage dafür ist die sogenannte Wien- Brückenschaltung, die 1891 von Max Wien entdeckt und mit der Oszillatorschaltung von William Hewlett (1939) als Differenzverstärker auf Basis von Elektronenröhren entwickelt wurde. Die Bandbreite des vorgestellten Gerätes liegt zwischen 1Hz bis 3,1MHz , der Ausgang ist umsteckbar und liegt bei 2V u. 45mV aber auch variabel einstellbar.

254 Hebdrehwähler

f254Hebdrehwähler

Hersteller: Siemens und andere

Hergestellt: ab 1951, Zeitwert: 70Euro

Zustand: Nostalgie, alte Technik

Ein Viereckwähler aus dem System 50. Es war das platzsparende Nachfolgesystem, dass auf das etwa 1920 eingeführte Strowka Wählersystem  weiterentwickelt u. den Bedingungen angepasst folgte. Der hier abgebildete Wähler fungierte als Leitungswähler (LW). Beim Grppenwähler ist in der Regel der Relaiskoffer fest mit dem Wähler verbunden. Beim LW wird der Relaiskoffer in den vorinstallierten Wähler eingesteckt. Es ist zusätzlich ein Teil des geschnittenen Segments (Vielfachs) zu sehen, Das Segment gehört zur Anlage u. nicht zum Wähler.

Nicht mehr vorhanden

253 Heilgerät

f253Heilgerät oder Stromversorgung

Hersteller: Wohlmuth

Hergestellt: za 1908,  Zeitwert: 42 Euro

Zustand:  Ein Holzgehäuse in hervorragender Qualität und Schaltknöpfen aus der Zeit der ersten Radios. Sehr pompös und ansprechend. Ich habe es als Therapiegerät gekauft. Die Firma  Wohlmuth  ist eigentlich für diese Art von Geräten bekannt.  Ein Unterbrecher mit Spule, der für hohe Spannungsspitzen sorgte,  gibt es nicht. Dafür waren 24V, bestehend aus 16 x 1,5V Kohle – Zink Elemente,  zwar  extrem zerfressen, aber  immer noch unten  im Kasten eingebaut. ( Leclanché-Element 1866 patentiert u. als Trockenelement weiterentwickelt)  Diese 24V Batterie hatte einen mittleren Abgriff.  Die Polaritätsumschaltung und die Steckverbindung  lässt die Vermutung zu, dass es sich hierbei um eine netzfreie Stromversorgung für das Betreiben einer  der ersten elektrischen Spielzeuge (Spielzeugeisenbahnen)  handelt. Dagegen spricht die  geringe elektrische Leistung des gesamten Gerätes. Sollte es sich wirklich um ein sogenanntes  Heilgerät handeln, dann war es mit Sicherheit Scharlatanerie.

Nicht mehr vorhanden