339 Historisches Multimeter

Hersteller: Excelsior Werke Rudolf Kiesewetter

Hergestellt: Etwa 1909, Preis / Wert za 120 Euro

Beschreibung: Es ist eines der ersten hergestellten Multimeter mit je drei Messbereichen, Die Anzeige für Strom und Spannung erfolgt noch mit separaten Anzeigen. Im Spannungsbereich werden die Messbereiche noch über Klemmen ausgewählt, im Strombereich erfolgt das mit um 120 Grad versetztem Einstecken des Messwerkes.Diese Art der Messbereichserweiterung sehe ich bei einem Gerät erstmalig. Das Multimeter besteht aus Duraluminium, zur Isolation wurde Pertinax verwendet. Alle Widerstände sind Drahtwicklungen. Obwohl es seit 1905 Bakelit gab, wurde dieser Werkstoff nicht verwendet. Beurteilt man das Gerät nach den verwendeten Materialien, so ist es etwa 15 Jahre älter, aber die Excelsior Werke wurden erst 1908 gegründet und … sie gibt es noch heute.

337 Spannungsmessgerät 150 u. 300 V

Hersteller: Hartmann & Braun

Hergestellt: za 1907, Wert/Preis: za 90 Euro

Beschreibung: Ein originales Spannungsmessgerät, das noch das alte Logo trägt und noch voll funktionsfähig ist. Es ist ein Allstrommessgerät und hat einen Innenwiderstand von 2500 Ohm. Es kann in senkrechter und waagerechter Lage betrieben werden. Die Messwicklung ist noch mit Lack Seide isoliert. Es ist ein sehr robust ausgelegtes Gerät und noch hervorragend dekorativ erhalten.

331 Widerstandsdekade

Hersteller: Siemens Brothers London

Hergestellt: za 1868, Wert / Preis 200 Euro

Beschreibung: Diese alte Widerstandsdekade wird noch mit Steckstiften geschalten. Sie ist in der Regel der Stellwiderstand in der vom Mathematiker Samuel Hunter Christie 1833 entwickelten und von Wheatstone publizierten Messbrücke. Die Brüder des Werner von Siemens, Friedrich und Wilhelm, lebten ab 1850 in London. Wilhelm, der die englische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, gründete 1863 die Kabelfabrik in London Woolwich unter dem Namen „Siemens Brothers“. 1861 wurde der Widerstand erstmals als „Ohma“ (= 1/ Siemens) in die Technik eingebracht und ab 1874 publiziert, aber erst 1881 definiert. Ich vermute, dass dieses Gerät schon rechtzeitig zum Messen und Abgleichen von Telegrafie Kabeln produziert wurde.

330 Messbrücke im Holzkoffer

Hersteller: Hartmann & Braun um 1900

Hergestellt: um 1902, Preis / Wert: za 200 Euro

Beschreibung: Stellwiderstand, Indikator, Batteriebehältnis für 2 X 4,5 Volt im Messkoffer. An dieses Gerät wird wie üblich ein Messobjekt angeschlossen und mit dem Stellwiderstand in Grob und Feineinstellung der Wert des Widerstandes ermittelt. Dabei wird der Indikator als Brückenmessgerät auf „0“ eingestellt und der Wert an den Stellgliedern ermittelt. In der Regel wurden diese Geräte zum Abgleich von Kabeladern oder zur Fehlerortung benutzt.

327 Tangential Galvanometer

Hersteller: unbekannt

Hergestellt: zurka 1880 Wert / Preis: 60 Euro

Das Gerät besteht aus einem Stahlguss Fuß, einem Aluminium Gehäuse, Kupferkabel mit Lack-Seide Isolierung einer kompassähnlichen Magnetnadel und Anschlüssen aus Kupfer.

Es ist ein historisches Gerät, womit ein Stromfluss angezeigt werden konnte. Der Zeiger „nordete“ sich ein und durch Drehen des Gerätes ist der Nullpunkt einstellbar. Die Skala ist in Zentimeter geeicht, so dass der durch die Spule fließende Strom definiert und mit einem zweiten Strom, der durch die zusätzliche zweite Spule floss, verglichen werden konnte.

Aluminium war zu jener Zeit schon mit dem Wöhler-Prozess u. dem Bayer Verfahren herstellbar aber noch sehr teuer.  Bakelit kam erst ab 1909 zum Einsatz. Die Definition des elektrischen Stromes wurde erst 1898 festgelegt. Fabriklogos auf Elektrofabrikate erst ab 1885, so dass ich das Gerät um das Jahr 1880 datiere.

306 Morseanlage+Telefon

Hersteller: Lorenz, Hergestellt: um 1900, Preis: etwa 1800 Euro, Zustand: Sehr dekorative Anlage, funktionsfähig mit original Morsetisch.  Das Gerät ist in den Tisch eingelassen, wird mit 6V betrieben und kann bei Batteriewechsel abgehoben werden. Der Papierstreifen ist etwa 50 Jahre alt und daher sehr spröde.

305 Morse Linienstromrelais

Linienstromrelais für Morsetelegrafie

Hersteller: Lorenz Hergestellt: um 1900 Zeitwert za 200Euro Zustand: dem Alter entsprechend im Bestzustand. In der Morsetelegrafie gab es den Ortsstromkreis und den Linienstromkreis. Beide Stromkreise wurden mit gepufferten 6V ACCU`s und 30 mA betrieben. Das vorgestellte Relais trennte beide Stromkreise, wobei die Magnetspulen und der Taster im Linienstromkreis und der Kontakt mit dem Schreiber im Ortsstromkreis lagen. In der Regel  war die  Erde der Rückleiter der Fernleitung.

304 Morsegerät

Morsegerät

Hersteller: Lorenz Hergestellt etwa um 1900,  Wert za. 500 Euro

Zustand:  dem Alter entsprechend  im Bestzustand. Diese Geräte waren bei der Deutschen Reichsbahn auf eingleisigen Strecken, ohne Streckenblock, noch bis 1968 als  Nachweis der Sicherheit im Einsatz. Sie wuden später durch Sprachspeicher (Tonbandgeräte) ersetzt.

 

 

272 Milliamperemeter

f272Milliamperemeter mit Zeigermittelstellung

Hersteller: Hartmann & Braun

Hergestellt: za 1897, Zeitwert: 78 Euro

Zustand: Für das alter sehr gut und noch funktionsfähig. Das Gehäuse besteht aus Messing.  Es ist ein Gleichstrommessgerät mit Drehspulmesswerk, das mit einem Dehschalter in einen Stromkreis eingeschalten, bzw. den Stromkreis auch ohne Anzeige durchbrückt. Der in Mittelstellung befindliche Zeiger egalisiert die Polarisierung der äußeren Anschlussrichtung. Den hier vorgestellten Gerättyp gibt es für sehr verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Natürlich auch als Spannungsmessgerät, entspechend der inneren Beschaltung.

260 Messgerät mit Kompasswirkung…..

f260Messgerät mit Kompasswirkung für elektrische Messungen

Hersteller: Gebr.Ruhstrat Göttingen

Hergestellt: za 1890,  Zeitwert: 72 Euro

Zustand: Hervorragendes, leichtes Gerät mit Kompasswirkung + elektrischer Beeinflussungsmöglichkeit. Es funktioniert noch, obwohl es kaum Stöße oder Erschütterungen verträgt. Damit können sehr geringe Ströme gemessen werden. Bei 1mA geht es in den Vollausschlag. Das Gerät muß zuerst auf einer waagerechten Fläche eingenordet werden, um den Nullpunkt einstellen zu können. Den Einsatz dieser Art von Geräten vermute ich in den Anfängen der Funktechnik als Laborgerät. Das Gehäuse ist aus sauber gedrechselten Holz. Das Messwerk ist nur auf einer Spitze gelagert u. kann nicht festgestellt werden.

259 Telefonmessbrücke

f259Telefonmessbrücke

Hersteller: Paul Jordan, Berlin

Hergestellt: za 1885, Zeitwert: 189 Euro

Zustand: Für das Alter sehr gut. Der Summer funktioniert noch problemlos. Weitere Funktionen habe ich nicht geprüft. Nach dem Aufbau zu urteilen, stammt es aus den ersten Jahren der Telefontechnik. Praktisch aus der Zeit in der es nur eine Ortsbatterie für die Stromversorgung und einen Kurbelinduktor für den Anruf gab. Die Brückentechnologie des Gerätes und das Betreiben mit Wechselstrom zeigt, dass die Zuleitungen mit längeren eindrätigen Leitungen  und Rückleitung über Erde betrieben wurde. Das Montagebrett für die Bedienelemente u. die Spulen sind aus Holz. Die Drähte haben eine einfache Stoffisolierung. Damit wurde dieses Gerät lange vor der „Bakelitzeit“ hergestellt.

256 Erdungsmessbrücke nach Kohlrausch

f256Erdungsmessbrücke

Hersteller: Paul Jordan Berlin

Hergestellt: za 1910, Zeitwert: 84 Euro

Zustand: Gut bis Sehr gut u. noch funktionsbereit. Die Schwachstelle dieser Geräte ist der Summer. Mit diesen Geräten wurden Blitzschutzerder und Telefonerder nach dem Wechselspannungsbrückenprinzip nach Kohlrausch ausgemessen. Der Widerstandsschalter auf dem geringen Wert wurde für die Direktleitung  zum Erder u. der Widerstandsschalter auf dem hohen Wert für die Leitung über Erde benutzt. Selbst 1964 gab es noch OB Telefonleitungen die als Rückleitung die Erde benutzten.

253 Heilgerät

f253Heilgerät oder Stromversorgung

Hersteller: Wohlmuth

Hergestellt: za 1908,  Zeitwert: 42 Euro

Zustand:  Ein Holzgehäuse in hervorragender Qualität und Schaltknöpfen aus der Zeit der ersten Radios. Sehr pompös und ansprechend. Ich habe es als Therapiegerät gekauft. Die Firma  Wohlmuth  ist eigentlich für diese Art von Geräten bekannt.  Ein Unterbrecher mit Spule, der für hohe Spannungsspitzen sorgte,  gibt es nicht. Dafür waren 24V, bestehend aus 16 x 1,5V Kohle – Zink Elemente,  zwar  extrem zerfressen, aber  immer noch unten  im Kasten eingebaut. ( Leclanché-Element 1866 patentiert u. als Trockenelement weiterentwickelt)  Diese 24V Batterie hatte einen mittleren Abgriff.  Die Polaritätsumschaltung und die Steckverbindung  lässt die Vermutung zu, dass es sich hierbei um eine netzfreie Stromversorgung für das Betreiben einer  der ersten elektrischen Spielzeuge (Spielzeugeisenbahnen)  handelt. Dagegen spricht die  geringe elektrische Leistung des gesamten Gerätes. Sollte es sich wirklich um ein sogenanntes  Heilgerät handeln, dann war es mit Sicherheit Scharlatanerie.

Nicht mehr vorhanden

252 Kohlrausch Universalmessbrücke

f252Große Universalmessbrücke nach Kohlrausch

Hersteller: Hartmann & Braun

Hergestellt: za 1884,  Zeitwert: 258 Euro

Zustand: Bestzustand und noch funktionsfähig, untergebracht in einer original Tragekiste aus Holz mit außenliegenden Anschlüssen. Alle Stöpsel vorhanden. Messbereich: von 0,5 bis 5000 Ohm. ACCU- Spannung 6V Strom etwa 100mA . Prinzip: Bekanntes Brückenprinzip, das für feste ohmsche Werte aber auch für die Widerstandsermittlung von Flüssigkeiten eingesetzt werden konnte. Für die Festwerte wurde ein Galvanometer als Indikator wahlweise angeschlossen. Ein selbstunterbrechender Generator induzierte eine Wechselspannung die bei beweglichen Widerstandswerten, wie zB. Flüssigkeiten, bei Abgleich im dafür angeschlossenen Kopfhörer einen Schwebungs- Nullpunkt erzeugte.

 

 

251 Gerät für medizinische Heilbehandlung

f251Altes medizinisches Behandlungsgerät

Hersteller: Unbekannt, vermutlich eine schweizer Firma

Hergestellt: za 1875,  Zeitwert: 84 Euro

Zustand:  Gut erhalten, Gehäuse unten vermutlich durch ausgelaufenen ACCU beschädigt. Sonst noch funktionsfähig. Sehr einfacher Aufbau. Grundplatte u. Tauchspule aus Holz. Prinzip: Ein Selbstunterbrecher erzeugt Gleichstromunterbrechungen, die in der Tauchspule  Wechselspannung induzieren. Durch Drehen am Anzeiger wird ein Metallrohr in der Tauchspule bewegt. Damit sollte die Wirksamkeit der Behandlung angepasst werden. Diese Art der Geräte erbrachte keine Heilung u. war eigentlich nur Quacksalberei.  Nach 1875 verschwanden diese Gerätetypen aus dem Sortiment und tauchten später mit einer anderen Technologie wieder auf. Die Accu-Spannung lag bei 6V der Strom bei etwa 400mA.

 

Nicht mehr vorhanden

250 Galvanometer

f250Galvanometer mit Kompasseigenschaften

Hersteller: Unbekannt, vermutlich Paul Schultze Köhten Anhalt.

Hergestellt: Um 1905, Zeitwert: 285 Euro, Warscheinlich ein absolutes originales Einzelstück

Zustand: Im Bestzustand und noch funktionstüchtig, aber absolut nicht mehr der Zeit entsprechend. Durch die Kompasseigenschaft kann das Gerät „eingenordet“ werden. Die Anzeigenadel ist um 90 Grad versetzt und zeigt dann in die Ost-Westrichtung. Bei einem Strom von 50µA kommt es schon zu einem Ausschlag von 25%. Ich vermute, dass dieses Gerät, verbunden mit einer Antenne, zum Richtungs- und Leistungerkennung von Funksendern genutzt wurde. 1909 gelang es zum ersten Mal eine Funkverbindung über den Atlantik herzustellen.

249 Isolationsmessgerät

f249Isolationsmessgerät, Kurbelinduktor

Hersteller: Vermutlich Felten u. Guilleaume (Heller)

Hergestellt: za 1905, Zeitwert: 20Euro

Zustand: Viel gebraucht und sehr verschlissen. Kurbel fehlt. Nach den Anschlußschrauben und der Verrieglung sowie der Bauweise des Induktors zu urteilen, stammt das Gerät noch aus der Nürnberger Hellerzeit. Heller wurde etwa 1905 von Felten u. Guilleaume übernommen. Das zerbröselnde Bakelit auf der Armatur scheint auch noch kein richtiges Bakelit zu sein. Bakelit wurde  erst 1909 als Patent angemeldet.

246 Ohmmeter mit Holzgehäuse

f246Ohmmeter eingeteilt in Ablenkungsgraden

Hersteller: unbekannt

Hergestellt: za. 1889,  Zeitwert 142 Euro

Zustand: hervorragend, mit 2 Messbereichen und sogar noch einsatzfähig.

Alte Messgeräte, die praktisch vor der Jahrhundertwende auf den Markt kamen, wurden noch vielerorts nicht in Ohm, sondern nur in Ablenkeinheiten bei Widerstandsmessungen geeicht. Grund dafür war die verhältnismäßig späte Einführung dieser ursprünglich vom Leitwert (Siemens) abgeleiteten Maßeinheit. Das Ohm, ist beim Elektrizitätskongress in Chicago 1893 modifiziert und erst 1898 in Deutschland als Maßeinheit offiziell eingeführt worden. Es erhielt folgende Festlegung: 1 Ohm hat eine homogene  1mm² große Fläche mit einer 1,063m lange Quecksilbersäule am Schmelzpunkt der Eises  (entspricht 14,4521g Quecksilber).

241 Spiegelgalvanometer

F241Spiegelgalvanometer

Hersteller: E. Leybold`s Nachfolger A.G. Köln-Rhein

Hergestellt: za 1872, Zeitwert:165 Euro

Zustand: Bei Einsatz einer geeigneten Lichtquelle durchaus noch gebrauchsfähig.

232 Wattmeter

F232Wattmeter

Hersteller: Siemens & Halske

Hergestellt: 1897 Zeitwert: 238 Euro

Zustand: Dieses Gerät ist in einem hervorragenden und funktionstechnisch einwandfreien Zustand. Aber nicht nur das Gerät ist unbeschädigt, sondern auch das original dazugehörende Transportbehältnis.

229 Milliamperemeter

F229Milliamperemeter mit Messbereichserweiterung 1 / 5/ 25 mA

Hersteller: Vermutlich Siemens & Halske

Hergestellt: etwa 1885, Zeitwert: 164 Euro

Zustand: Das Gerät befindet sich noch in einem sehr guten aber der Zeit entsprechenden Zustand. Nach dem Messwerk und den Stell und Anschlußschrauben zu urteilen, wurde das Gerät von Siemens hergestellt. Siemens & Halske hatten vor 1890 noch kein eigenes Firmenlogo. Das gesamte Gehäuse ist aus Messing.

226 Messbrücke

F226 Messbrücke nach Wheatstone

Hersteller: Siemens & Halske Hergestellt: Monat 8, 1886 für Osteuropa (laut Zettel am Messwerk) Nr. des Gerätes:221364 ohne Logo. Das bekannte  S&H Logo auf der Skala wurde erst gegen 1890 in der Firma eingeführt.

Zeitwert: 268 Euro

Zustand: Gut, Das Messwerk arbeitet noch  problemlos. Ein Festwertwiderstand ist scheinbar defekt u. der äußere Schleifdraht (Widerstandsdraht) ist nicht mehr vorhanden. Dieser Widerstandsdraht  beträgt nach meinen Berechnungen 40 Ohm/m u. hat eine Stärke von 0,3 mm. Für die neue Bespannung derLänge (65,5 cm) werden etwa 80 cm dieses Widerstandsdrahtes  benötigt. Die auf dem Gehäuse aufgedruckten Schaltungen wurden mit kyrillischen Schriftzeichen erstellt.

66 Ohmmeter im Holzkasten (sehr alt)

F66Ohmmeter im Holzkasten (sehr alt)

Hersteller: Unbekannt

Hergestellt: um 1900,  Zeitwert: Schrott

Zustand: Hergestellt zur einfachen Durchgangsprüfung. Keine Eigenproduktion, ähnliches Gerät ist ein Isomesser, gleiche Bauweise mit Kurbel.