342 Fernseh-Wobbler 371

Hersteller: Hartmann und Braun mit Grundig Messgeräte

Hergestellt: 1953

Wert / Zustand za 100 Euro, guter aufgearbeiteter Zustand

Beschreibung: Sehr robust und materialintensiv. Es wurden einige Reparaturen an diesem Gerät ausgeführt. Die Elektrolytkondensatoren und die gesamte linke Transmission wurden erneuert.

Das Gerät ist für einen Wellenbereich von 4 bis 240 MHz ausgelegt und mit den Röhren 6BQ7, EF80, ECC81, EL84 sowie dem Stabilisator 150C1 bestückt. Eigentlich ist es ein Markengeber. Eine automatische Wobblung, gab es für dieses Gerät noch nicht.

Dieses Gerät wurde zur Reparatur der ersten kommerziellen Fernsehgeräte eingesetzt. Grundig stellte im Herbst 1951 sein erstes Fernsehgerät auf der Münchener Industriemesse vor. Zu dieser Zeit waren die Städte Berlin (Siemens) und der Fernsehbunker in Hamburg schon ein Stück weiter. Im Sommer 1951, auf der Messe in Hamburg, wurden zum ersten Mal Fernsehsendungen nach dem 2. Weltkrieg für za. 5000 Empfänger für einen kleinen Raum ausgestrahlt. Der Sender war noch recht schwach (100Watt) Es war wieder ein Anfang, denn Deutschland war schon von 1934 bis 1942 auf diesem Gebiet weltführend.

338 Spezial Spiegelgalvanometer

Hersteller: Trüb Täuber Zürich Schweiz

Hergestellt: za 1954, Wert / Preis za 50 Euro

Beschreibung: Hierbei handelt es sich um ein spezielles funktionsfähiges Laborgerät. Es hat keine Spannbandsicherung und auch die Einstellungen der Füße zur waagerechten Lage des Gerätes fehlen. Die Zweckbezeichnung U / Wurzel 2 ist mir unbekannt. Interessant ist das Firmenlogo, das ein Messgerät mit Zeiger darstellt. Die Empfindlichkeit ist 100 µA bei 20mV. Zur Lichtstrahlverlängerung trägt ein zusätzlicher Spiegel bei.

335 Spiegelgalvanometer

Hersteller: Siemens & Halske

Hergestellt: 1960, Wert / Preis za: 44 Euro

Beschreibung: Dieses Labormessgerät ist mit einer extremen Empfindlichkeit von 0,33 µA bei einem Widerstand von 14,6 Ohm angegeben und ist noch voll funktionsfähig. Nur eine kleine Überlastung und der Faden der den Spiegel hält, wäre durchgebrannt. Es ist ein Gerät, was in der Herstellung durchaus als mechanische Spitzenleistung zu betrachten ist. Diese Art Galvanometer, mit nur einem Messbereich, wurden für einen ganz speziellen Zweck hergestellt.

322 Isolationsmessgerät

Hersteller: Hartmann & Braun

Hergestellt: za 1953, Preis / Wert za: 75 Euro

Beschreibung: Ein hervorragend, hergestelltes, großartiges Gerät mit geringen Gebrauchsspuren und einsatzfähig. Der Isolationswiderstand kann über die Brücken am Gerät angepasst werden. Es ist mit Trageriemen und einer einknickbaren Kurbel ausgerüstet. Daher ist eine Tasche nicht notwendig.

317 Amperemeter bis 250 A

Hersteller: Unbekannt, vermutlich in der BRD

Hergestellt: za 1954, Preis / Wert: 30Euro

Beschreibung: Nach den Anschlüssen zu urteilen, ist das Gerät sogar für hohe Spannungen bei Strömen bis 250 ausgelegt. Eine gute Wahl für Schweißer, die den Sekundärstrom von Anlagen kontrollieren, messen und einstellen wollen.

316 Spannungsmessgerät 750 V

Hersteller: nach dem Skalenausschnitt zu urteilen, könnte es Gossen hergestellt haben.

Hergestellt:za 1956 Preis /Wert: 30Euro

Beschreibung: Ein Spannungsprüfer, der für spezielle technische Zwecke hergestellt, ausgeliefert oder mitgeliefert wurde. Das Gerät hatte einen Meßwerkfehler. Ich habe es mit viel Mühe wieder aufgearbeitet.

310 Wählermodell System 50

Präsentation einer Verbindungswahl

  • Hersteller: DE TE WE Berlin AG
  • Hergestellt: 1960
  • Preis: za: 100 Euro

Beschreibung:

Das hier vorgestellte Modell, verkörpert das Wählersystem 50 und ist ein Werbegeschenk aus den 60er Jahren von der Firma DE TE WE aus Berlin. Es zeigt ein einfaches Zusammenspiel eines Wahlvorganges zwischen Vorwähler und der nachfolgenden Technik. Die Schaltwerke sind Original in das Modell übernommen. Der Relaiskoffer ist der einfachen Demonstration des vom Nummernschalter gesteuerten Schaltvorganges angepasst. Auf die Durchschaltung des Sprechweges wurde verzichtet. Die Relais des Vorwählers befinden sich im Relaiskoffer. Original gehört zu jedem Teilnehmer ein Vorwähler mit R u.T Relais. Danach schließen sich entsprechend der Amtsgröße die Gruppenwähler an, in denen die Hebschritte in gezwungener und die Drehschritte in freier Wahl ausgeführt werden. Im abschließenden Leitungswähler erfolgen alle Schritte in gezwungener Wahl. Im Vergleich der Relaiskoffer des Modelles mit einer Originalanlage bestehen keine Gemeinsamkeiten. Im Gruppenwähler ist  der Relaiskoffer kleiner und mit dem Schaltwerk verbunden. Der Relaiskoffer des Leitungswählers ist bedeutend größer und zum Schaltwerk separat einsteckbar.

309 Spiegelgalvanometer

Hochempfindliches Spiegelgalvanometer

  • Hersteller: nicht bekannt (DDR, Nur ein Logo)
  • Hergestellt: 1960
  • Preis za: 80 Euro

Beschreibung:

Es ist ein Spiegelgalvnometer mit 3 Messbereichen 6mV, 15 mV und 30mV. Uber ein Lampenlicht, das von einer 4V Glühbirne gespendet wird und vom Spiegel entsprechend der angelegten Spannung gesteuert wird. entsteht an der Anzeige ein runder Messpunkt. Das Ablesen kann erst nach der Beruhigung erfolgen. Es ist ein hochempfindliches Gerät, das schon bei kleinster Fehlbedienung zerstört werden kann.

282 Signal und Draht DB Zeitschrift

Signal und Draht, die technische Zeitschrift der Bundesbahn

Hersteller: DR. Arthur Tetzlaff-Verlag Frankfurt – Main

Hergestellt: August 1952  Heft 8, Preis: 50 Euro

Hergestellt als technische Zeitschrift der Deutschen Bundesbahn, die für das Signal und Fernmeldewesen erstellt wurde.  Für die Deutsche Reichsbahn gab es eine ähnliche Zeitschrift, die sich Signal und Schiene nannte. In der hier vorgestellten Ausgabe werden als Werbung  die Trägerfrequenzsysteme V60, V24L u. Z12K vorgestellt.Der Hersteller war Felten & Guilleaume.  Auch eine Werbung vom Signal und Apparatebau Scheidt & Bachmann ist in dieser Zeitschrift enthalten. Sehr interessant ist das Kapitel über den Fahrstraßenabschnittsplan des DrS-Stellwekes Luxemburg Hbf. Eine tolle Reise in die technische Vergangenheit.

277 Thomsen Messbrücke

Messbrücke in Thomsen Schaltung

Hersteller: DDR RFT Gerätewerk Karl-Marx-Stadt

Hergestellt: za 1958,  Zeitwert: 52 Euro

Zustand: Den Alter entsprechend sehr gut. Ich bin besonders stolz dieses Gerät in meiner Sammlung zu haben. Es wurde für die Bestimmung kleiner Widerstandswerte konzipiert, wobei die Anschlussleitungen nicht in das Messergebnis einfließen. Dieses Gerät ist nur in kleinen Mengen hergestellt worden.

274 Spiegelgalvanometer

Spiegelgalvanometer

Hersteller: DDR RFT (vermutlich Mellenbach)

Hergestellt: za 1955 Zeitwert: 44 Euro

Zustand: Leider technisch defekt aber von der Äußerlichkeit in einem hervorragendem Zustand. Im Grunde genommen ist dieses hochempfindliche Laborgerät eine mechanische Meisterleistung. Die Drehspule mit Spiegel hängt an einen kaum sichtbaren Spannband. Die Wicklung ist mit Cu-Lackdraht in µm Stärke hergestellt. Der Messbereich liegt zwischen zwischen 0 und 1µA und ist nur durch einen Kurzschlußschalter gesichert. Eine Fehlbedienung, oder eine entfernte elektrische Entladung (Blitz) reicht aus, um dieses Gerät zu zerstören. Der Transport war nur in einem unter Federspannung gelagerten Doppelkarton möglich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch ein intaktes Gerät dieses Typs gibt.

 

263 Datenverarbeitungsanlage

f263Datenverarbeitungsanlage als Vorgänger der Computertechnik. Bestehend aus Fernschreiber, Empfangslocher, Fernschaltgerät und Lochstreifensender

Hersteller: RFT Gerätewerk Karl Marx Stadt

Hergestellt: so ab den 60er Jahren eingesetzt, aber schon weit eher entwichelt und von vielen Firmen annähernd baugleich hergestellt.

Zeitwert: za 600Euro

Zustand: Gut und noch funktionsbereit. Hierbei handelt es sich um einen Fernschreiber T 51 und einem Empfangslocher T52. Beide sind miteinander verschraubt. Der Empfangslocher ist mit einer Kupplung an die Druckerfalle des Fernschreibers angeschlossen. 6 Fühler tasten den Stand der Empfängerwählschienen des Fernschreibers ab u. geben die Info`s mechanisch an die Druckerstifte weiter. Das gesamte System, besonders der Empfänger, ist ein Wunderwerk der Elektromechanik. Mit 2 hoch 5 also 32 Zuständen konnte der gesamte Schriftverkehr abgedeckt werden. Durch das Hochstellen u. Runterschalten des Wagens u. das Doppelbeschriften der Typen war es möglich maximal 64 Zustände zu erzeugen. Die Telegrafiegeschwindigkeit betrug 50 Baud, das sind 400 Zeichen pro Minute. Für einige Anwender viel zu langsam und uns als Techniker hat das so manches graue Haar gekostet. Mit dem Fernschaltgerät konnte im Ortsbetrieb gearbeitet und in das neben dem Telefonnetz betriebene Telegrafennetz eingewählt werden. Der wie ein Telefon angeregte Fernschreiber hatte im Sender eine für jedes Gerät vorbereitete Namengeberwalze. Diese, wie die Eigene, konnte abgefragt werden. Man kann es durchaus, zwar noch mechanisch, aber schon als „Schaltkreis“ der 1. Generation bezeichnen.  Rechts im Bild ist der Lochstreifensender T 53  von 1970 zu sehen. Dieser bekam mit der Datenfernübertragung in`s Rechenzentrum und die damit geforderte  Gleichmäßigkeit zur rationellen Übertragung besondere Bedeutung. Der Datenweg führte vom vorbereiteten Lochstreifen im Lochstreifensender, über ein Fehlerkorrekturgerät, einer Staffelstelle, dann meistens über einen TF- Kanal in das automatische Telegrafenamt und weiter zur Verarbeitung in das Rechenzentrum.

262 Drehwähler

f262Drehwähler

Hersteller: Werk für Signal u. Sicherungstechnik Berlin, RFT, und andere.

Hergestellt: Ab 1950, Zeitwert:za 28 Euro

Zustand: Gut. Der im Bild „Obere“ ist ein vielseitiger Drehwähler, der in der Regel als Anrufsucher u. Anrufwähler, zum Beispiel bei der Fernmeldekleinanlage 3/10, zum Einsatz kam. Hier ist das zur Anlage gehörende, sauber ausgelötete, Schaltsegment mit vorhanden. Der Untere ist ein aus dem System 50 bekannte Teilnehmer Vorwähler. Jedem Teilnehmer wurde ein Vorwähler zugeordnet, der mit 2 Relais die Aufgabe hatte, beim Abheben des Handapparates einzudrehen und einen freien Ausgang zun 1. GW zu suchen. Hersteller gab es viele. Ich habe meine Angaben nur den Wicklungsdaten der Spulen entnommen.

Nicht mehr vorhanden

254 Hebdrehwähler

f254Hebdrehwähler

Hersteller: Siemens und andere

Hergestellt: ab 1951, Zeitwert: 70Euro

Zustand: Nostalgie, alte Technik

Ein Viereckwähler aus dem System 50. Es war das platzsparende Nachfolgesystem, dass auf das etwa 1920 eingeführte Strowka Wählersystem  weiterentwickelt u. den Bedingungen angepasst folgte. Der hier abgebildete Wähler fungierte als Leitungswähler (LW). Beim Grppenwähler ist in der Regel der Relaiskoffer fest mit dem Wähler verbunden. Beim LW wird der Relaiskoffer in den vorinstallierten Wähler eingesteckt. Es ist zusätzlich ein Teil des geschnittenen Segments (Vielfachs) zu sehen, Das Segment gehört zur Anlage u. nicht zum Wähler.

Nicht mehr vorhanden

245 Universalmessgerät

f245Unitest 1, Universalmessgerät mit Transistorprüfer

Hersteller: DDR Simeto

Hergestellt: za 1960, Zeitwert 34 Euro

Zustand: guter technischer u. optischer Zustand.

Durch das Stecken und Schalten ein relativ schwer bedienbares Schülermessgerät. Gewohnheitsbedürftig

244 Mechanisches Zungenfrequenzmessgerät

f244Zungenfrequenzmesser

Hersteller: DDR EAW

Hergestellt: za 1956, Zeitwert 44 Euro

Zustand: Im mechanischen und elektronischen Bestzustand, noch einsatzfähig. Eigentlich ein vielbenutztes Gerät in der DDR. Oft brach die Netzspannung durch Überbelastung zusammen. Damit verringerte sich die Netzfrequenz. Die mit  Netzfrequenz stabilisierten Fernsehgeräte konnten das nicht mehr ausgleichen und die Vertikal- Synchronisation brach zusammen. Das Bild rollte.

Nicht mehr vorhanden

236 6KV Brenngerät, Spannungsprüfgerät auf Spannungsdurchschlag

F236Brenngerät, Stufenlos bis 6KV

Hersteller: DDR RFT Thalheim Erzgebirge

Hergestellt: 1960, Zeitwert 85 Euro

Der Einsatz dieses Gerätes ist nicht ganz ungefährlich, darum verschließbar!

Zustand: Gut bis sehr gut, gebrauchsfähig mit Sicherheitsschloss. Dieses schwere Gerät wurde in der Niederspannungstechnik zum Erzeugen von Überschlägen bei der Kabelfehlerortung benutzt bzw. kann noch dafür benutz werden. Hochohmige Fehler wurden dadurch (nicht immer) niederohmig. Der Fehlerort konnte dann über die Wellenlaufzeit errechnet werden.  Geräte zum Berechnen der Wellenlaufzeit habe ich schon unter 146 und 200 vorgestellt. Gelang das nicht, so konnte nur noch das Wheatstonesche Messbrücken-Prinzip herhalten.

 

224 Strom und Spannungsmessgerät

F224Volt / Amperemessgerät

Hersteller: Siemens & Halske
Hergestellt: 1955,  Zeitwert: 36 Euro

Zustand: Gut und noch gebrauchsfähig. Dieses robuste Gerät (333 Ohm/Volt) wurde zu jener Zeit sehr viel in der Praxis eingesetzt.

107 Kleines Universalmessgerät u. Beleuchtungsmesser

F107Kleines Universalmessgerät u. Beleuchtungsmesser

Hersteller: Metrawatt Nürnberg
Hergestellt: 1953 Zeitwert: 38 Euro

Zustand: Bauzustand gut, Lichtensor unwirksam, sonst in Ordnung, mit Tasche

 

91 Spezialmessgerät Fernmeldetechnik Post

F91Spezialmessgerät bzw. Universalmessgerät der Fernmeldetechnik Post

Hersteller: Gossen

Hergestellt: 1960 Zeitwert: 47Euro

Zustand: Gut, mit Tasche, es ist funktionsfähig. Leider waren einige Wickelwiderständ altersbedingt defekt. Sie wurden durch Festwertwiderstände ersetzt, aber die Porzellankörper sind noch vorhanden.

55 Ohmmeter 3 Meßbereiche (mit Tasche)

F55Ohmmeter 3 Meßbereiche

Hersteller: Simeto DDR, Baugleich: Siemens & Halske

Hergestellt: 1960, Zeitwert 0Euro (Messwerk defekt)
Zustand: Defekt, nur noch Anschauung, aber ein sehr viel genutztes Gerät

25 Meßbrücke Wheatstone (Stöpsel)

Meßbrücke Wheatstone (Stöpsel)

Hersteller: RFT, baugleich mit Siemens

Hergestellt: za.: 1952

Beschreibung: Bestzustand mit Kontaktstöpsel

Andre schrieb dazu:
Dieses Meßgerät verzichtet auf die sonst bei derart nidrigen Widerstandswerten (0,04 Ohm minimal) üblichen Kelvin-Klemmen (Vierleiterklemmen). Trotzdem kann man mit +/- 1% noch ziemlich genau messen. Bei der Einstellung „*1000“ ist eine Anodenbatterie mit 60 Volt erforderlich, ansonsten dient eine eingelegte Flachbatterie (4,5V) als Stromquelle. Der Stöpsel fehlt fast immer, ein kleiner Messingbolzen tuts auch. Die Anschlußbuchsen an den Seiten korrodieren sehr leicht, besonders die daran befestigten Schaltkontakte im Inneren des Gerätes. Es ist bei Einspeisung von Wechselspannung (nur bis wenige 100 Hz sinnvoll) auch eine Widerstandsmessung mit Wechselspannung möglich. Dabei wird mittels Kopfhörer auf minimale Lautstärke abgeglichen. Im Gegensatz zu Schleifdrahtgeräten ist hier am Einstellrad ein Wendelpotentiometer eingebaut. Das bringt eine feinere Abstimmung und eine höhere Genauigkeit. Insgesamt ein gutes Gerät der damaligen Zeit, welches von einigen Herstellern über viele Jahrzehnte gebaut wurde.

Danke Andre, für deine Ausführungen.

Messtechnik70, Eberhard Barthel